July 13, 2006 by mrakeret
Wie Ihr ja wisst, arbeite ich nun in Schaffhausen im Staatsrachiv ( http://www.sh.ch/index.cfm ). Selbstverständlich läuft es hier ganz anders als in Zürich. Beispielsweise gibt es kein Archivgesetz, was schon einiges über den politischen Stellenwert des Archivs sagt. Dieser hat sich zwar massiv verbessert, es könnte aber noch viel besser werden. Das sieht man beispielsweise an der Situation der Lagerräume an. Man nimmt, was man kriegen kann und wenn halt mal bei Bauarbeiten ein halber Meter Decke rausfliegt und die Sonne reinschaut; tja, man lässt es halt flicken.
Aus Ressourcenmangel werden nur Akten elektronisch erschlossen, die über keine Findmittel verfügen. Der Ansatz ist pragmatisch und auch in Ordnung. Klar gibt es Übersichten was wo ist. Und dann muss halt der Forscher die Listen der Verwaltung durchgehen. Immerhin will ich nun durchsetzen, dass wenigstens der Bestand als solches im Scope System eingetragen wird. Dann hätte man alles in einem Computersystem. Der Bestand würde beschrieben und auf die Findmittel hingewiesen. Das ist natürlich ein gigantisches Zwischenarchiv welches sich da anhäuft. Aber es funktioniert schon auch auf diese Weise.
Interessant würde es, wenn die Vollkostenrechnung eingeführt würde. Dann würden die Ablieferungen anwachsen, weil die Kellerräume plötzlich was kosten. Die Politik wäre aber auch verpflichtet uns einen Auftrag zu geben und wir könnten sagen, was wir für dessen Erfüllung an Mitteln bräuchten. Zukunftsmusik.
Aber es ist lässig in Schaffhausen. Man lernt viele Leute kennen, es ist kleinräumig und übersichtlich (so wie halt das möglich ist in einer Bude mit ein paar hundert Angestellten). Dass man viel mit Leuten zu tun hat ist toll und widerspricht natürlich dem Archivcliché. Doch Euch muss ich das ja nicht sagen …
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June 25, 2006 by mrakeret
Endlich ist es mal wenigstens ein wenig heiss. Es könnte ruhig noch heisser werden; halt so karibisches Wetter. Anbei ein Foto von meinem Göttikind und mir in der Karibik in Kolumbien. Sie geht bald an die Uni und will als gute Latina plastische Chirurgin werden…
Was aber nicht zu vergessen ist, dass in Kolumbien die plastische Chirurgie vor allem auch für Opfer des Bürgerkriegs gebraucht wird. Leider. Daher ist das Niveau dieses Zweiges der Medizin auch auf einem hohen Niveau.

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June 25, 2006 by mrakeret
Trotz der relativ hohen Temperatur in der Burgerbibliothek habe ich sofort an der Aussage gezweifelt, dass Lexika Quellen sein sollen. Es wurde Dozentinnenseite ja auch relativert. Aber für mich ist klar, dass ein Nachschlagewerk keine Quelle ist. Es sei denn, man schreibt eine Arbeit über Lexika. Dann sind diese ja Untersuchungsgegenstand. Foucaultianer machen das ja immer wieder einmal.
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June 7, 2006 by mrakeret
Eine Möglichkeit dazu gibt das Internetportal http://www.archive.org/web/web.php ! Die Seiten sind nicht mehr eins zu eins, wie in aktiven Zeiten, aber die Informationen sind so noch rauszuholen. Viel Spass bei der Netzarchäologie.
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May 30, 2006 by mrakeret
Wie Ihr ja wisst ist dies ein Thema, welches heiss diskutiert wird. Klar, Papier wird noch lange abgeliefert werden. Trotzdem darf man sich vor diesem Problem nicht verschliessen. Der VSA ( http://www.vsa-aas.org/ ) hat aufgrund einer Studie (klickt bitte die Kurzform an; die volle Studie hat 128 Seiten: http://www.vsa-aas.org/Strategiestudie.110.0.html) eine Koordinationsstelle für Langzeitarchivierung elektronischer Akten KOST gegründet ( http://kost-ceco.ch/phpwcms_1.2.5-DEV/ ). Ziel ist es ein Kompetenzzentrum aufzubauen und mit Pilotprojekten Erfahrungen zu sammeln. Für hiesige Verhältnisse wird fleissig Kooperiert: 18 Kantone und Liechtenstein machen mit. Ausserdem ist das Bundesarchiv mit von der Partie.
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May 10, 2006 by mrakeret
Es ist noch weit weg, ich weiss. Aber ich glaube, dass man sich schon seine Gedanken machen muss. Die Evaluation eines Themas braucht auch seine Zeit und je eher man beim offiziellen Start loslegen kann desto besser. Also, liebe Klassenkameradinnen und -kameraden: die Fühler sollten ausgestreckt werden.
Und was mach denn ich? Sehr wahrscheinlich ein archivisches Thema. Eine rudimentäre Idee wäre mal ein Vergleich von ein paar ähnlich grossen Archiven und deren vorarchivischen Bereich. Damit meine ich: wie organisieren sich die Läden in Sachen Akteneinholen. Gibt es regelmässige Ablieferungshrytmen mit den Behörden? Macht man, was man will? Wieviele Vorschriften machen Archive den Behörden und halten sich jene dann auch an daran?
Oder aber auch darüber hinaus gehend: wie wird berwertet? Wird viel fortgeworfen?
Das ist aber noch sehr, sehr vage. Any ideas?
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April 7, 2006 by mrakeret
Wie ihr wisst, ist für mich Ferienzeit. Leider kann ich meinen Freund Kroki nicht mitnehmen. Er wohnt in Kolumbien. Schade, Kroki ist ein toller Typ mit viel Sitzleder. Hier Kroki um drei Uhr morgens (dort wo er wohnt, ist es 25 Grad um drei Uhr in der Früh).

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April 4, 2006 by mrakeret
Hallo miteinander!
Ich bin in der glücklichen Lage bald in die Ferien gehen zu dürfen. Dafür musste ich mich jetzt schon mit Frau Coppettis Hausarbeit beschäftigen. Ja, da wurden die Regeln wieder rasch geändert. Seis drum. Auf alle Fälle entschied ich mich für eine einfache Variante. Eine Lesung in spezieller Anbiente. Und zwar auf einem Bauernhof mit Zmorgen (so gesunde Eier und so). Denn der 23.4. ist ein Sonntag. Wie auch immer. Auf alle Fälle gibt es eine Lesung. Hat jemand eine Idee, wieviel Schriftsteller dafür verlangen? Ich rede nicht von einem Star. So ein normaler Autor halt.
Ich budgetierte fleissig und habe es dann in ca. 2 Stunden hingekriegt.
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March 23, 2006 by mrakeret
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March 22, 2006 by mrakeret
Bei der elektronischen Archivierung ist es ja so eine Sache. Man kann die files konvertieren, dann sehen sie aber nicht mehr so aus, wie sie es in Originalform ausgesehen haben. Eine mögliche Lösung könnte das Arbeiten mit Emulatorprogrammen sein. Wir haben es im Unterricht kurz angesprochen. Programme, die beispielsweise ein altes Commodore 64 Spiel auf unserem PC aussehen lassen, als wären wir 20 Jahre in der Zeit zurückgereist. Hier ein Artikel dazu:
http://www.kb.nl/hrd/dd/dd_projecten/projecten_emulatie-en.html
http://www.tessella.com/News/DutchEmulationNewsitem.htm
Hier noch ein zu den Links beigefügter Text. Er stammt aus einem Newsletter der elektronischen Archivierungsstelle des VSA, der KOST (http://www.vsa-aas.org/Ausschuss_eArchiv.70.0.html)
Die Königliche Bibliothek (http://www.kb.nl/) und das Nationalarchiv (http://www.nationaalarchief.nl/) der Niederlande gehören zu den ganz wenigen Institutionen, welche die Emulationstechnologie als Ansatz für die digitale Langzeitarchivierung ernsthaft verfolgen. Sie haben eben in Zusammenarbeit mit dem in Archivierungsfragen erfahrenen Informatikdienstleister Tessella (http://www.tessella.com/) ein Emulationsprojekt gestartet. Einführende Informationen finden sich unter den oben angegebenen Links. Es wird interessant sein, das auf ein Jahr angelegte Projekt weiter zu verfolgen.
Das Blogzeitfenster ist zwar abgelaufen, aber vielleicht siehts ja trotzdem jemand.
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